Bitte beachten Sie, dass wir erst Kinder ab 3 Jahren behandeln.

Vorsorgen statt Verbiegen – die Wirbelsäule

Bei der Skoliose handelt es sich um eine Wachstumsdeformität mit fixierter Seitausbiegung der Wirbelsäule, Torsion der Wirbel und Rotation des Achsorgans. In 85 Prozent der Fälle ist die Ursache der Skoliose unklar. Mädchen sind 4-mal häufiger betroffen als Jungen.

Unter der Scheuermann`schen Erkrankung (Juvenile Kyphose) wird eine wachstums-bedingte vermehrte Rundrückenbildung der Brustwirbelsäule oder des Überganges der Brust- zur Lendenwirbelsäule aufgrund von Wachstumsstörungen der Wirbelkörper verstanden.

In meiner Praxis führen wir die Diagnostik, Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen und Therapien der Wirbelsäulenverbiegungen, einschließlich einer eventuell notwendigen Korsettversorgung durch.

Ein X für ein O – die Beinachse

Die Frage nach den Behandlungsmöglichkeiten von echten oder vermeintlichen Achsfehlstellungen der Extremitäten ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Eltern mit ihren Kindern die orthopädische Sprechstunde aufsuchen.

0-Bein, X-Bein, Unterschenkeltorsion: Während des Wachstums entwickelt sich die Kniegelenksachse permanent. Zum Zeitpunkt der Geburt besteht eine durchschnittliche O-Beinstellung von 15 Grad. Sie entwickelt sich bis zum 3. Lebensjahr zu einer X-Beinstellung von durchschnittlich 10 Grad. Allmählich gelangt sie zur normalen Beinachse des Erwachsenen mit einer leichten X-Beinstellung von etwa 4 Grad. Die Streubreite der zweifachen Standardabweichung ist innerhalb der ersten Lebensjahre sehr hoch.

Doch was, wenn es sich tatsächlich um eine angeborene Fehlstellung und Erkrankungen handelt? Oder um die Folge eines Traumas wie einen Knochenbruch? Die passenden Therapieformen bestimmen wir anhand der jeweiligen Diagnose durch Auswertung der Lauftests, Röntgenaufnahmen, Ultraschallbilder oder MRT’s.

Das Ziel der Therapie ist, spätere Erkrankungen wie Arthrose zu vermeiden, die Bewegungsabläufe zu normalisieren, den Muskelaufbau gleichmäßig zu gestalten, gegebenenfalls die Fehlstatik zu korrigieren – damit Ihr Kind schmerzfrei stehen, gehen, laufen und klettern kann.

Für Plattfußindianer – die Füße

Die ideale Fußform ist nicht exakt definierbar. Dennoch lassen sich einige Deformitäten nach dem jeweiligen Erscheinungsbild gut klassifizieren: Fehlstellungen zeigen sich beispielsweise einzeln oder kombiniert als Klumpfuß, Sichelfuß, Plattfuß, Knickfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Hohlfuß und Hackenfuß.

Insbesondere in den ersten Lebenswochen und Monaten findet ein ausgeprägtes Wachstum des bis dato noch weitgehend knorpelig angelegten Fußskelettes statt. Je nach absehbarer Fehlstellung ermöglichen korrigierende Gipsverbände während dieser Zeit eine gute Wachstumslenkung des Fußes. Darüber hinaus setzen wir Schuhzurichtungen, Einlagen und Schienenversorgungen bei Kindern zur Korrektur von Fußdeformitäten ein.